Pressemitteilung DWD: Deutschlandwetter im Jahr 2019 / Rückblick Temperatur

Nachfolgend ein Auszug aus zwei Pressemitteilungen des DWD zum Wetterjahr 2019, bezogen auf Deutschland bzw. im letzten Teil auf Baden-Württemberg. Interessant, wie sich die Werte zu den rein lokalen Werten bei wetter77966.de unterscheiden, siehe hier https://www.wetter77966.de/rueckblick-2019/ .

Zweitwärmstes Jahr seit 1881 – Niederschlagsarm und sonnenscheinreich

Wie bereits die meisten der vorangegangenen Jahre, so verlief auch 2019 in Deutschland wieder zu trocken, mit mehr Sonnenschein als üblich und vor allem deutlich zu warm. Es war sogar das zweitwärmste Jahr seit dem Beginn von regelmäßigen Messungen 1881. Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2000 Messstationen.

2019 begann mit einem niederschlagsreichen Januar. Wolken stauten sich an den Nordrändern der Berge und führten dort zu lange nicht erlebten Schneemassen. Der Februar zeigte sich dagegen als sonnenscheinreichster Monat seit Messbeginn und mit sehr hohen Temperaturen bereits richtig frühlingshaft. Im März fegte eine ganze Reihe von schweren Stürmen über das Land, bevor der April mit trockenem und häufig sehr warmem Wetter schon einen Vorgeschmack auf den Sommer brachte. Völlig anders der Mai: Nach 13 zu warmen Monaten hintereinander verlief er sehr kühl und nass. Doch folgte der wärmste und sonnigste Juni seit Messbeginn. Dies war der Auftakt eines weiteren erheblich zu trockenen und extrem heißen Sommers, der alle vorangegangenen noch an Hitze übertraf. Flüsse trockneten aus und auch die Wälder litten unter der großen Trockenheit. Im September begann eine Periode mit mehr Niederschlag, die mit kurzen Unterbrechungen bis Weihnachten anhielt und die Dürre allmählich beendete.

Im Juli extreme Hitzewelle mit über 40 Grad an drei aufeinander folgenden Tagen

Miteiner Mitteltemperatur von 10,3 °C war das Jahr 2019 zusammen mit dem Jahr 2014 das bisher zweitwärmste in Deutschland beobachtete Jahr seit dem Beginn regelmäßiger Aufzeichnungen im Jahr 1881. Der lineare Trend über den Zeitraum 1881 bis 2019 beträgt +1,6 K. 9 der 10 wärmsten Jahre in Deutschland lagen innerhalb der letzten 20 Jahre. Während der letzten 32 Jahre traten nur zwei unterdurchschnittlich warme Jahre auf (bzgl. des Referenzzeit-raums 1961-1990).

Großen Anteil daran hatten elf zu warme Monate, sowie die extreme Hitze Ende Juli, als die Temperatur an 23 Messstellen auf 40,0 °C oder darüber kletterte. Am höchsten stieg die Temperatur dabei am 25. Juli in Lingen im Emsland mit dem neuen deutschen Rekord von 42,6 °C. Den kältesten Wert meldete Deutschneudorf-Brüderwiese am 21. Januar mit -18,6 °C.

Langfristige Entwicklung der Temperatur bis 2019

Der lineare Trend über den Zeitraum 1881 bis 2019 beträgt +1,6 K. 9 der 10 wärmsten Jahre in Deutschland lagen innerhalb der letzten 20 Jahre. Während der letzten 32 Jahre traten nur zwei (1996, 2010) unterdurchschnittlich warme Jahre auf (bzgl. des Referenzzeitraums 1961-1990).

Für die Jahreszeiten ergeben sich inkl. der Daten des Jahres 2019 nun folgende Trends:

Frühling: März-April-Mai, 1881-2019 +1,6K
Sommer: Juni-Juli-August, 1881-2019 +1,5K
Herbst: September-Oktober-November, 1881-2019 +1,5K
Winter: Dezember-Januar-Februar, 1882-2019 +1,5K
 

Erneut zu wenig Niederschlag

Mit rund 730 Litern pro Quadratmeter (l/m²) erreichte 2019 nur 93 Prozent des Solls von 789 l/m². Der wenigste Niederschlag fiel vom Thüringer Becken bis zur Leipziger Tieflandsbucht, wo lokal nur etwa 350 l/m² zustande kamen. Den meisten Regen und Schnee erhieltdas Allgäu mit bis zu 2450 l/m². Die größte Tagessumme meldete Kreuth-Glashütte bei Bad Tölz am 28. Juli mit 138,9 l/m², die höchste Schneedecke abseits der Berggipfel Anger-Stoißberg bei Bad Reichenhall am 13. Januar mit 240 cm.

Sonnenschein deutlich im Plus

Mit etwa 1800 Stunden übertraf der Sonnenschein sein Soll von 1544 Stunden um 18 Prozent. Am längsten zeigte sich die Sonne am Hochrhein mit rund 2120 Stunden, am wenigsten im Norden und im Sauerland mit örtlich unter 1500 Stunden.

Baden-Württemberg:

Im Jahr 2019 war Baden-Württemberg mit 9,9 °C (8,1 °C) das zweit-kühlste und mit gut 935 l/m² (980 l/m²) das zweitniederschlagsreichste Bundesland. Die Sonne zeigte sich etwa 1900 Stunden (1607 Stunden). Im Januar fielen an den Nordrändern der Gebirge örtlich über 350 l/m². Die großen Mengen gingen vielfach auch als Schnee nieder: Am 13. Januar lagen in Wangen im Allgäu 72 und am 29. in Freudenstadt-Kniebis sogar 120 cm Schnee. Am 20. Mai fielen in Baiersbronn-Ruhestein im Schwarzwald 93,3 l/m². Am 25. Juli erreichte die Temperatur in Waghäusel-Kirrlach mit 39,8 °C fast die 40 Gradmarke. Am 20. Dezember stieg das Quecksilber in Elzach-Fisnacht im Schwarzwald und in Weingarten bei Ravensburg jeweils auf ungewöhnlich milde 18,1 °C. Rheinfelden am Hochrhein war im Jahr 2019 mit etwa 2120 Stunden die sonnenscheinreichste Station Deutschlands.

Das Wetter in Kappel-Grafenhausen im Jahr 2019

Hallo zusammen,

das Jahr 2019 steht vor dem „Abschluss“, das neue Jahr 2020 wartet mit 12 neuen Kapiteln auf uns. Zeit für einen kurzen meteorologischen Jahresrückblick in Zahlen, bezogen auf den Standort von wetter77966.de:

Jahrestemperatur Durchschnitt: 12,21°C / +1,41°C über Normalwert ( Vorjahr: 12,84°C )
Temperatur 2 mtr. über Boden min: -6,0°C am 22.01.2019 ( Vorjahr: -9,7°C am 28.02.2018)
Temperatur 2 mtr. über Boden max: 38,1°C am 25.07.2019 ( Vorjahr: 37,4° am 04.08.2018 )

Sonnenschein : rund 2.100 Sonnenstunden ( Vorjahr: 2187 )

Eistage Tmax <0°C: 4 ( Vorjahr: 2 )
Frosttage Tmin <0°C: 50 ( Vorjahr: 52 )
Bodentemperatur Frost Tmin <0°C: 49 ( Vorjahr: 52 )
kalte Tage Tmax <10°C: 88 ( Vorjahr: 100 )
warme Tage >= 20°C: 149 ( Vorjahr: 170 )
Sommertage >= 25°C: 86 ( Vorjahr: 115 )
heiße Tage >= 30°C: 34 ( Vorjahr: 45 )
Tropennächte: 3 ( Vorjahr: 4 )
erster Frost im Winter 2019/2020: 10.11.2019
letzter Frost im Winter 2018/2019: 06.04.2019

Niederschlag : 743,0 ltr./qm ( Abweichung -91,8 ltr/qm, Normalwert 835 ltr/qm ) ( Vorjahr: 596 )
Regentage: 211 ( Vorjahr: 180 )
Regentage > 20,0 l/qm: 3
Starkregen-/Unwetter > 45,0 l/qm innerhalb nur 30 Minuten am 27.07.

stärkste Windböe am 10.02. mit 69,2 jm/h ( Vorjahr: 74,0 )

Ich wünsche einen guten Rutsch in das neue Jahrzehnt, viel Gesundheit und immer unwetterfreies Wetter!

Michael Klumpp

Start der Pollensaison

Der Deutsche Wetterdienst rechnet mit zweistelligen Temperaturen am Wochenende. Patienten mit Heuschnupfen, die auf Frühblüher besonders empfindlich reagieren, sollten jetzt anfangen, ihre antiallergischen Präparate einzunehmen, rät ein Experte.

Die steigenden Temperaturen am Wochenende und das Aufblühen der Natur werden voraussichtlich Folgen für Allergiker haben. Der verstärkte Pollenflug könnte bei ihnen Schnupfen, Niesen, juckende Augen oder auch Asthma verursachen. «Die Pollenkonzentration der Erle könnte sich verdoppeln. Besonders empfindliche Leute werden das merken», sagte Thomas Dümmel, Meteorologe an der Freien Universität Berlin (FU). Bereits seit der vergangenen Woche sei die Pollenanzahl der Frühblüher Erle und Hasel gestiegen. Dümmel rät Allergikern, ihre Medikamente am Wochenende griffbereit zu haben. «Wer besonders stark reagiert, sollte sie prophylaktisch jeden Morgen einnehmen», sagte Dümmel.

Die Pollen von Hasel und Erle sind zwischen Dezember und Ende März in der Luft. «Ab Temperaturen von fünf Grad lassen sie sich vereinzelt messen», sagte der Meteorologe. Der Dezember 2018 sei fast pollenfrei gewesen. Seit Mitte Januar gab es demnach nur geringe Belastungen durch Hasel und Erle. Ende März beginnt laut Dümmel der Pollenflug der Birke. Deren Blütezeit ist mit drei bis dreieinhalb Wochen sehr kurz, dafür aber heftig. Dabei werden deutlich mehr Pollen als bei Hasel und Erle auf einmal freigesetzt.

Quelle : https://www.pharmazeutische-zeitung.de

kurzer Jahresrückblick 2018

Hallo zusammen,

Zeit für einen kurzen (!) meteorologischen Jahresrückblick und Vergleich einiger Meßwerte :

Niederschlag : 596,0 ltr. / qm ( niederschlagärmstes Jahr seit Bestehen der Wetterstation, Platz 2 : 2015, Platz 3 : 2009 )
Jahrestemperatur : 12,84°C ( wärmstes Jahr seit Bestehen der Wetterstation 2008, Platz 2 : 2014, Platz 3 : 2015 )
Sonnenschein : rund 2.187 Sonnenstunden ( sonnenreichstes Jahr seit Messbeginn 2009, Platz 2 : 2015, Platz 3 : 2017 )
warme Tage >= 20°C : 170, Platz 2 : 2011, Platz 3 : 2009 )
Sommertage >= 25°C : 115, Platz 2 : 2017, Platz 3 : 2016 )
heiße Tage >= 30°C : 45, Platz 2 : 2015, Platz 3 : 2017 )

Frühherbst klopft an

Nach Wochen und Monaten mit Hitze und Hochsommer klopft am Wochenende der Frühherbst an.

Die ganz große Hitze kommt diese Woche nicht mehr, auch wenn es täglich nochmals 30+ geben wird. Mittwoch wird wohl der heißeste Tag der Woche werden. Danach, zum Samstag wird es kurzfristig kühler und in den Alpen könnte der erste Neuschnee fallen. Möglich, dass wir hier in Kappel-Grafenhausen am Samstag / Sonntag nicht mehr als 20 Grad haben werden.

Mit dieser Abkühlung wird das Niederschlagsdefizit leider nicht ausgeglichen und danach steigen die Temperaturen auch schon wieder an.

Aber : der Hochsommer wird sich langsam aber sicher verabschieden – zumindest für 2018.

Mai 2018

Der diesjährige Mai geht wohl in die „Wetter-Historie“ ein :

bezogen auf den Standort Kappel-Grafenhausen liegt die Durchschnittstemperatur bei 17,66°C und damit 3,36°C (!) über dem langjährigen Mittel. 23 warme Tage ( Tmax >= 20,0°C ) und 16 Sommertage ( Tmax >= 25°C ) stehen in der Bilanz. Am 26.05. wurde mit 29,6°C fast ein Sommertag erreicht. Und das, obwohl erst heute am 01.06. meteorologischer bzw. am 21.06. kalendarischer Sommeranfang ist.

Bezogen auf ganz Deutschland war der Mai rekordverdächtig heiß, so warm wie zuletzt fast vor 130 Jahren.

Hier in Kappel-Grafenhausen wurden wir – zum Glück – von heftigen Unwettern verschont, was man von anderen Orten nicht gerade behaupten kann, der Mai hatte sehr viele Gewitter und Wetterkapriolen im Gepäck. Die meiste Regenmenge hatten wir vom 31. Mai auf den 01. Juni einher, auf 24 Stunden summiert : 18,2 Liter pro qm.